Die Fähigkeit zu hören beruht auf sehr komplexen Vorgängen, an denen ganz verschiedene Strukturen beteiligt sind.
Ist die Schallübertragung z.B. durch einen Defekt im Trommelfell oder knöcherne Umbauprozesse am Übergang von Mittel- zum Innenohr gestört, ist das Hörvermögen vermindert. Anders als bei Erkrankungen des Innerohrs mit Schädigung der empfindlichen Haarzellen lässt sich die Schalleitungsschwerhörigkeit durch einen operativen Eingriff häufig verbessern.
Als einfache Tympanoplastik (Typ I) bezeichnet man einen Eingriff, bei dem lediglich ein Defekt im Trommelfell verschlossen wird. Wird auch die Gehörknöchelchenkette wieder in die richtige Position gebracht oder teilweise durch künstliche Bestandteile (Implantate) ersetzt, spricht man von einer Tympanoplastik (Typ III). Oft werden auch knöcherne Verwachsungen im Bereich des Steigbügels operiert, die im Rahmen einer sogenannten Otosklerose auftreten.
Die modernen Untersuchungsmethoden, über die wir verfügen, gestatten eine eindeutige Identifizierung des Problems. Wir beraten Sie, wie das Problem gelöst wird. Ohroperationen werden in Narkose durchgeführt und erfordern einen stationären Aufenthalt von 2-3 Tagen. Manche Eingriffe können auch ambulant durchgeführt werden.